Trotz des Krieges am Persischen Golf notieren viele Börsenindizes nahe ihrer Höchststände. Eine prominente Ausnahme bildet der indische Aktienmarkt. Was steckt hinter der Schwäche – und wie geht es weiter?
Trotz Krieg, Ölpreisanstieg und anziehender Inflation notiert das US-Leitbarometer auf ein neues Höchst und ans obere Ende eines langjährigen Trendkanals gestiegen. Manche Beobachter fürchten eine heftige Korrektur, doch die Voraussetzungen dazu fehlen noch.
Die Saison der Quartalsberichte nähert sich dem Höhepunkt. Mit dem Google-Mutterhaus Alphabet und dem Chiphersteller Intel haben zwei weitere prominente Tech-Konzerne am Donnerstagabend die Zahlen präsentiert. Das dominierende Thema: Die Folgen von Zöllen und Handelskonflikten.
Wäre die Fusion der beiden Versicherungen überzeugend, müssten sich die Aktienkurse synchron bewegen – das Gegenteil ist der Fall. Ausserdem: Roche und Novartis senden Beschwichtigungssignale, Galderma liefert einen Vertrauensbeweis, bei Ypsomed bleibt alles in der Familie und Schindler trotz dem Marktumfeld.
Anleger sollten auf eine weitere Abwertung der US-Währung vorbereitet sein. Die Leitindizes in New York sind noch ein gutes Stück höher bewertet als in früheren Rezessionen. Auch deshalb drohen dort weitere Kursverluste.
Der Kursauftrieb des Edelmetalls hat sich beschleunigt. Damit steigt die Gefahr einer Korrektur. Ein solcher Dämpfer dürfte eine Einstiegsgelegenheit sein, denn die langfristige Hausse ist intakt.
Für Anleger waren ETF auf den Weltindex lange erste Wahl. Mit der neuen Unberechenbarkeit der Vereinigten Staaten wird das hohe US-Gewicht im Index zum Problem. Wie lässt es sich mindern? Zudem: ETF auf europäische Rüstungskonzerne an der SIX und Wetten gegen Dax-Neuzugänge.
Belimo wird die Umsatzschwelle von über 1 Mrd. Fr. dieses Jahr überschreiten. Datenzentren sorgen für Wachstum und bessere Visibilität. Die Aktien behaupten ihren Platz auf unserer Kaufliste.
Biotech-Start-ups aus China holen rasant auf und fordern Europas Pharmakonzerne heraus. Wer als Investor in die Volksrepublik reist, stellt fest: Beide Wirtschaftssysteme haben für die Entwicklung des Sektors ihre Stärken und Schwächen.
Wenn Deutschland hustet, hat die Schweiz Schnupfen. Viele Unternehmen warten sehnlichst auf eine wirtschaftliche Erholung beim nördlichen Nachbarn. Das milliardenschwere Infrastrukturpaket weckt Hoffnung. Welche Unternehmen besonders profitieren könnten.
Die Aktien des bayerischen Chipausrüsters leiden enorm unter der Unsicherheit um die Chipbranche, begleitet von technologischen Umbrüchen. Dabei hat Suss die Prognosen weit übertroffen, Geschäftsaussichten und Bilanz sind solide. Auf dem jetzigen Kursniveau ist Suss ein Schnäppchen.
Zwei spannende Produkte im Sekundärmarkt: Ein Barrier Reverse Convertible auf Finanzwerte der Cornèr Bank und ein breit gestreutes Produkt der Basler Kantonalbank mit Staatsgarantie. Die Jahresrendite liegt bei bis zu 12%.
Anleger fürchteten sich zu Unrecht: SAP hat abermals ein hervorragendes Quartal absolviert. Das Geschäft wächst nicht nur, sondern wird immer besser vorhersehbar. Sorge bereitet allenfalls die hohe Bewertungsprämie gegenüber US-Software-Unternehmen.
Das Risiko von regulatorischen Veränderungen und Zöllen auf pharmazeutischen Produkten sorgt für Verunsicherung im Biotech-Sektor. Dennoch sollten die Aktien nicht abgeschrieben werden. Für positive Überraschungen braucht es wenig, und die Bewertungen sind attraktiv.