Die Angst vor längerfristigen Unterbrüchen der Energieversorgung steigt. Doch ungeachtet des Kriegs in Iran befindet sich das Weltwirtschafts- und Finanzsystem in einem fundamentalen Umbauprozess – mit offenem Ausgang.
Dass die Strasse von Hormuz bald wieder schiffbar wird, erscheint ungewiss. Die Sorge vor steigenden Energiepreisen und Inflation bedroht die erhofften Zinssenkungen, die für einen Börsenaufschwung nötig sind. Ein nordeuropäisches Land dürfte allerdings profitieren.
Der Turboladerspezialist überzeugt mit einem starken Jahresergebnis. Das Geschäft mit Rechenzentren floriert, das Marine-Segment profitiert vom zunehmenden Schiffsverkehr, die Auftragsbücher der Werften sind voll. Für die nächsten zwei bis drei Jahre wird solides Wachstum erwartet. Anleger können dabeibleiben.
Der negative Angebotsschock am Energiemarkt schürt vor allem in Europa Inflationsängste. Das bringt die Anleihenkurse ins Rutschen und die Zinsen zum Steigen. Die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen notieren so hoch wie 2023, und von der Europäischen Zentralbank wird schon bald eine Zinserhöhung erwartet.
Innerhalb nur einer Woche enttäuscht der Basler Pharmakonzern mit zwei wichtigen Medikamentenkandidaten. Das positive Momentum der Aktien ist vorerst dahin. Der Kurs von Roche bleibt stark vom Newsflow abhängig.
Die Industrieländer im Verbund der Energieagentur IEA kündigen die grösste Freigabe von Ölreserven in der Geschichte an. Die Märkte reagieren unbeeindruckt, der Ölpreis zieht erneut an.
Die US-Börsen sind sehr teuer. Trotzdem kaufen Anleger munter weiter Aktien, obwohl sich eher Gewinnmitnahmen aufdrängen. Chancen bieten vernachlässigte Bereiche wie Schwellenländer- oder Rohstoffwerte.
Der Klimatechniker profitiert von langfristigen Trends. Gebäuderenovationen, Energieeffizienzmassnahmen und der Bau von Rechenzentren sorgen für Wachstum. Doch der Wechselkurs, die Bewertung und geopolitische Risiken lasten immer wieder auf den Titeln. Für Anleger ergeben sich dadurch Einstiegsgelegenheiten.
Rheinmetall ist vermutlich der bekannteste Profiteur der Nachrüstung. Doch es gibt auch kleinere Unternehmen, die weniger im Fokus stehen und günstiger bewertet sind oder den Gewinn so rasch steigern wie ein Start-up.
Der Krieg am Persischen Golf demonstriert, dass künstliche Intelligenz bei militärischen Konflikten eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Der globale Kampf um die technologische Vorherrschaft gewinnt damit auch an der Börse an Relevanz. Für Investoren bedeutet dies neue Risiken, aber auch Chancen.
Die Aktien von Sandoz haben seit Jahren einen starken Lauf. Die ehemalige Generikatochter von Novartis setzt verstärkt auf das lukrative Biosimilar-Segment. Die starke Marktposition spiegelt sich in einer hohen Bewertung. Können Anleger dennoch einsteigen?
Der höhere Ölpreis dämpft die leise Hoffnung auf eine Besserung der Stimmung in der Industrie und bei den Konsumenten. Ausserdem: Sulzer ist auf dem richtigen Weg, Comet irritiert, RMF hat Pläne mit Leonteq, und Georg Fischer erfordert noch mehr Geduld.
Der angekündigte Abschied der Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin schwächt die Forschungskraft beträchtlich. Das Mainzer Unternehmen legt den Fokus nur noch darauf, die Arzneikandidaten zur Marktreife zu bringen. Die nächste Wirkstoffgeneration entsteht im neuen Startup des Duos.
Der KI-Hype zieht immer weitere Kreise, diverse Sektoren wurden abverkauft. Doch die Welt verändert sich langsamer, als die KI-Evangelisten glauben. Zunehmend sind auch an den Börsen Halluzinationen bezüglich der Auswirkungen der KI festzustellen. Dies eröffnet attraktive Anlagemöglichkeiten in Qualitätstiteln.