Die Angst vor längerfristigen Unterbrüchen der Energieversorgung steigt. Doch ungeachtet des Kriegs in Iran befindet sich das Weltwirtschafts- und Finanzsystem in einem fundamentalen Umbauprozess – mit offenem Ausgang.
Dass die Strasse von Hormuz bald wieder schiffbar wird, erscheint ungewiss. Die Sorge vor steigenden Energiepreisen und Inflation bedroht die erhofften Zinssenkungen, die für einen Börsenaufschwung nötig sind. Ein nordeuropäisches Land dürfte allerdings profitieren.
In einem wirtschaftlich und geopolitisch angespannten Umfeld rücken europäische Versorger in den Fokus von Investoren. Sie bieten nicht nur Stabilität und verlässliche Dividenden, sondern auch neues Wachstumspotenzial.
Steven Wood, Gründer der New Yorker Investmentgesellschaft GreenWood Investors und Kandidat für den Verwaltungsrat von Swatch Group, sagt im Interview, was der Schweizer Uhrenkonzern besser machen müsste, um wieder zu glänzen.
Die Pariser Fondsgesellschaft Carmignac schwärmt vom «Wiedererwachen des deutschen Tigers». Weniger poetische Gemüter dürfen aus den Quartalszahlen der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US, des IT-Dienstleisters Bechtle und von SAP Hoffnung schöpfen, dass die seit November anhaltende Outperformance zu den US-Börsen weitergeht.
Zuletzt kursierten noch Gerüchte über ein Dazwischengrätschen von Zurich bei der Fusion der beiden Versicherungskonzerne. Mit dem Ausstieg des Minderheitsaktionärs Cevian scheint der Weg nun frei.
Die Saison der Quartalsberichte nähert sich dem Höhepunkt. Mit dem Google-Mutterhaus Alphabet und dem Chiphersteller Intel haben zwei weitere prominente Tech-Konzerne am Donnerstagabend die Zahlen präsentiert. Das dominierende Thema: Die Folgen von Zöllen und Handelskonflikten.
Wäre die Fusion der beiden Versicherungen überzeugend, müssten sich die Aktienkurse synchron bewegen – das Gegenteil ist der Fall. Ausserdem: Roche und Novartis senden Beschwichtigungssignale, Galderma liefert einen Vertrauensbeweis, bei Ypsomed bleibt alles in der Familie und Schindler trotz dem Marktumfeld.
Anleger sollten auf eine weitere Abwertung der US-Währung vorbereitet sein. Die Leitindizes in New York sind noch ein gutes Stück höher bewertet als in früheren Rezessionen. Auch deshalb drohen dort weitere Kursverluste.
Der Kursauftrieb des Edelmetalls hat sich beschleunigt. Damit steigt die Gefahr einer Korrektur. Ein solcher Dämpfer dürfte eine Einstiegsgelegenheit sein, denn die langfristige Hausse ist intakt.
Für Anleger waren ETF auf den Weltindex lange erste Wahl. Mit der neuen Unberechenbarkeit der Vereinigten Staaten wird das hohe US-Gewicht im Index zum Problem. Wie lässt es sich mindern? Zudem: ETF auf europäische Rüstungskonzerne an der SIX und Wetten gegen Dax-Neuzugänge.
Belimo wird die Umsatzschwelle von über 1 Mrd. Fr. dieses Jahr überschreiten. Datenzentren sorgen für Wachstum und bessere Visibilität. Die Aktien behaupten ihren Platz auf unserer Kaufliste.
Biotech-Start-ups aus China holen rasant auf und fordern Europas Pharmakonzerne heraus. Wer als Investor in die Volksrepublik reist, stellt fest: Beide Wirtschaftssysteme haben für die Entwicklung des Sektors ihre Stärken und Schwächen.
Wenn Deutschland hustet, hat die Schweiz Schnupfen. Viele Unternehmen warten sehnlichst auf eine wirtschaftliche Erholung beim nördlichen Nachbarn. Das milliardenschwere Infrastrukturpaket weckt Hoffnung. Welche Unternehmen besonders profitieren könnten.