Die Angst vor längerfristigen Unterbrüchen der Energieversorgung steigt. Doch ungeachtet des Kriegs in Iran befindet sich das Weltwirtschafts- und Finanzsystem in einem fundamentalen Umbauprozess – mit offenem Ausgang.
Dass die Strasse von Hormuz bald wieder schiffbar wird, erscheint ungewiss. Die Sorge vor steigenden Energiepreisen und Inflation bedroht die erhofften Zinssenkungen, die für einen Börsenaufschwung nötig sind. Ein nordeuropäisches Land dürfte allerdings profitieren.
Microsoft, Meta Platforms, Alphabet, Amazon und andere Tech-Riesen haben Investoren kräftiges Wachstum mit neuen KI-Diensten versprochen. Wie die Abschlüsse zum dritten Quartal zeigen, ist davon aber trotz massiver Kapitalausgaben noch immer wenig Konkretes zu sehen. Kehrt nach dem Hype die grosse Ernüchterung ein?
Geldpolitik und Liquidität sind nicht mehr die wichtigsten Faktoren für die Börse. Sie wurden von US-Präsident Joe Biden ausgehebelt, der durch die extremste Neuverschuldung seit den 1930er-Jahren einen Konjunktureinbruch verhindert hat. Die Frage ist, was die Politik nun noch tun kann.
Seit gut einem Jahr ist die Generikasparte von Novartis unter dem Namen Sandoz ein eigenständiges Unternehmen. Die Investoren mussten die Reize der Gesellschaft erst entdecken. Die höhere Bewertung ist verdient.
Nach den kräftigen Kursavancen ist die Stimmung an den Finanzmärkten ausgezeichnet. Risiken – wie etwa die US-Wahlen, geopolitische Auseinandersetzungen und die Rezessionsgefahr – sind derzeit kein Thema. Muss die ETF-Sektorstrategie von The Market angepasst werden?
Die Aktien des Software-Unternehmens brechen um 40% ein. Obwohl Verhandlungen über einen Verkauf laufen, ist keine zufriedenstellende Lösung mehr in Sicht.
Der Kaufpreis für die US-Softwarefirma Altair von 10,6 Mrd. $ entspricht einer Bewertung in Höhe des 75-fachen Ebitda. 2 Mrd. gehen an den Altair-Gründer. Einmal mehr schlägt Siemens zu, wenn ein US-CEO goldgerändert in Pension strebt. In der Vergangenheit ging das öfter schief.
Der chinesische Elektroautohersteller dürfte 2024 erstmals mehr Umsatz erzielen als der US-Konkurrent und verfolgt einen klaren Expansionsplan ausserhalb Chinas – nicht ganz freiwillig.
Die Schweizer Privatbank leidet weiterhin unter dem Benko-Debakel – sowohl bezüglich Reputation als auch punkto Profitabilität. Genau das könnte nun zur Chance für ihre Aktien werden.
Das Industrieunternehmen trennt sich vom zyklischen Geschäft, die Börse jubiliert. Ausserdem: Die Schokoladenhersteller kämpfen mit zwei Herausforderungen, Gurit steht am Ende – und am Anfang, und ein Wort zu Eli Lilly und Novo Nordisk.
Der Hersteller intelligenter Stromzähler will sich auf die rentable Region Americas konzentrieren und erwägt eine Kotierung in den USA. Das Emea-Geschäft steht zur Disposition. Für Investoren dürfte sich die Neuausrichtung auszahlen.
Die letzte Schweizer Grossbank weist mit 1,4 Mrd. $ einen doppelt so hohen Drittquartalsgewinn aus wie erwartet. Das Ausmass künftiger Kapitalausschüttungen bleibt jedoch in der Schwebe.
Nach zwei überaus starken Jahren an den Aktienmärkten dürfte das Klima für Investoren rauer werden. Aktien in Europa sowie in ausgewählten Schwellenländern sind deutlich günstiger bewertet als in den USA und bieten damit eine attraktivere Risikoprämie.