Die Angst vor längerfristigen Unterbrüchen der Energieversorgung steigt. Doch ungeachtet des Kriegs in Iran befindet sich das Weltwirtschafts- und Finanzsystem in einem fundamentalen Umbauprozess – mit offenem Ausgang.
Dass die Strasse von Hormuz bald wieder schiffbar wird, erscheint ungewiss. Die Sorge vor steigenden Energiepreisen und Inflation bedroht die erhofften Zinssenkungen, die für einen Börsenaufschwung nötig sind. Ein nordeuropäisches Land dürfte allerdings profitieren.
Der Regulator hat die Anreize geschaffen für einen fatalen Konnex zwischen Banken- und Schattenbankensystem. Auslöser für den nächsten Crash dürfte deshalb ein alter Bekannter sein.
Im zweiten Quartal hat der Dollar gegenüber dem Franken ganze 10% an Wert verloren. Die Greenback-Schwäche dürfte eines der zentralen Themen der nun anlaufenden Berichtssaison werden.
Der Schmierstoffhersteller erwartet 2025 statt 5% Wachstum nurmehr Stagnation, der Kurs fällt zeitweilig um 16%. Grund sind die US-Zolldrohungen. Der Fall zeigt, dass Manager und Investoren das Zollrisiko bislang unterschätzen.
KI verändert den Markt für Internetsuchen. An der Börse wird befürchtet, dass neue Dienste wie OpenAI und Perplexity eine existenzielle Bedrohung für den Google-Mutterkonzern sind. Doch solche Befürchtungen sind übertrieben, was Chancen für Investoren eröffnet.
The Market hat die wichtigsten Börsen nach Titeln mit kräftigem Momentum abgeklopft. Wie im Frühjahr schneiden neben Rüstungsaktien vor allem europäische Finanzwerte gut ab. Bei den Indizes dominiert der Dax.
Die monatlich von Bank of America befragten Experten werden optimistischer. Die Angst vor einer harten Landung ist weitgehend verflogen. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Aktien aus Europa.
Der Hersteller intelligenter Stromzähler ist dabei, sich aus der Schweiz und Europa zu verabschieden. Immer mehr Anleger werden auf die Aktien aufmerksam. Doch die Ausgangslage ist sehr spekulativ.
Die globale Liquidität gemessen an den Geldmengen M2 der fünf grössten Notenbanken der Welt steigt weiterhin an und treibt damit bis auf weiteres die Konjunktur, die Inflation, aber auch die Aktien- und Kreditmärkte nach oben. Allerdings ziehen dunkle Wolken auf, die beobachtet werden sollten.
Lorenz Reinhard, Co-Head Schweizer Aktien von Pictet, sieht sehr attraktive Einstiegsmöglichkeiten bei Schweizer Qualitätsunternehmen wie Lonza, Sika und Sonova. Im Fall von UBS ist er vorsichtig, und bei Temenos hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Das The Market Risk Barometer steigt weiter. Enttäuschungen dürften daher nur noch schwer verdaut werden. Diese Woche stehen die beginnende Quartalsberichterstattung und die US-Inflationsraten im Fokus.
Der Börsenauftritt von Hugo Boss wirkt zum Leidwesen der Anleger bislang etwas zerknittert. Obwohl die 2021 begonnene Erweiterung zum Streetwear-Anbieter vorankommt, sind die Aktien sehr günstig zu haben. Nun sorgt ein Grossaktionär für Bewegung.
Der Präsident der USA dreht wieder an der Zollschraube und stürzt Weltwirtschaft und Finanzmärkte in Ungewissheit. Aber er liegt nicht ganz falsch. Das Welthandelssystem ist morsch. Ein Blick in die Leistungsbilanzen zeigt, wieso.