Der Preis für Erdöl der Sorte Brent notiert wieder über 100 $ pro Fass. Doch das ist für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft das kleinere Problem. Diesel und je nach Region auch Erdgas sind die neuen Schmerzpunkte.
Die Strasse von Hormuz ist seit mehr als sieben Monaten weitgehend blockiert, die Huthi-Milizen in Jemen bedrohen die Schifffahrt am Roten Meer. Strategische Nadelöhre der physischen und digitalen Art werden immer wichtiger. Wer sie kontrolliert, profitiert. Wer sie braucht, bezahlt.
Demnächst dürfte es zu einer Welle an rekordverdächtigen Börsengängen kommen. Während Privatmarktanbieter Kasse machen, droht ETF-Anlegern die Rolle des Käufers letzter Instanz – nachdem die besten Renditen bereits abgeschöpft wurden.
Im Krieg im Nahen Osten ist keine baldige Lösung in Sicht, die Strasse von Hormuz bleibt gesperrt. Das Risk Barometer fällt wieder unter den langfristigen Mittelwert.
The Market präsentiert jede Woche eine umfangreiche Grafiksammlung im E-Paper-Format. Die Charts decken die Themen Konjunktur und Zinsen, Aktienmärkte, Rohstoffe, Währungen und Anlegerstimmung ab.
Die Aktien von Privatmarktanbietern stehen global unter Druck. Dies mitunter aus Sorge um steigende Ausfallquoten bei Privatkrediten. Nun spricht jedoch viel für eine Erholung.
Asien bezieht einen Grossteil seiner Energie sowie Rohmaterialien für Dünger für die Lebensmittelproduktion aus der Golfregion. Wirtschaftlich wird der wichtigste Erdteil dieses Jahrhunderts flächendeckend vom Iran-Krieg getroffen, geopolitisch lassen sich indes Gewinner und Verlierer ausmachen.
Seit sich die Finanzmärkte nach dem Ölschock beruhigt haben, kommen die fundamentalen Schwächen der US-Valuta zur Geltung. Gleichzeitig erodiert ihr Status als globale Leitwährung weiter, während keine Nachfolge in Sicht ist.
Der Krieg im Nahen Osten und höhere Energiepreise machen die Hoffnung auf eine baldige konjunkturelle Erholung in Deutschland und in der Eurozone zunichte, darauf deuten die neusten Daten hin. Das zeigt sich auch im Aktienkurs einiger Schweizer Unternehmen, zum Teil aber zu unrecht.
Vergleiche mit dem verlorenen Jahrzehnt der Siebzigerjahre, als die Wirtschaft stagnierte und die Inflation anzog, werden derzeit an den Märkten häufig diskutiert. Unbegründet ist die Furcht nicht. Anlagen, die damals gut abgeschnitten haben, dürften sich auch heute bewähren.
Der Nahrungsmittelkonzern überrascht mit starkem Wachstum und zeigt sich trotz viel Gegenwind zuversichtlich für 2026. Ausserdem: Temenos liefert weiter, Huber+Suhner wandelt sich, die Accelleron-Aktien sind stark und bei Forbo ist alles angerichtet für den nächsten Schritt.
Valoren von Schwellenländern wurden lange mit Wetten auf Rohstoffe gleichgesetzt. Heute dominieren im wichtigen MSCI Emerging Markets Index jedoch Technologieaktien. Das sorgt für Rückenwind – und Klumpenrisiken.
Im Tausch gegen Öl haben die Golfstaaten die US-Währung Jahrzehnte lang gehortet. Asien hat Dollarreserven angehäuft, um damit Rohstoffe zu kaufen. Doch mit dem Irankrieg und der Unfähigkeit der USA, den freien Seehandel zu garantieren, wird dieses System hinfällig.
Das Quantum-Risiko für Bitcoin galt lange als fernes Zukunftsszenario. Doch Fortschritte in der Forschung deuten darauf hin, dass es nicht um Jahrzehnte, sondern um Jahre gehen könnte. Die Bitcoin-Community wird bald handeln müssen. Was bedeutet das für die wichtigste Kryptowährung?