Das Umfeld bleibt fordernd: Die US-Konjunktur hängt stark vom KI- und Aktienboom ab. Der hohe Ölpreis und die gestiegenen Realzinsen vergrössern das Rezessionsrisiko.
In etwas mehr als einer Woche wird in Brasilien gewählt. Während der amtierende Präsident Lula da Silva versucht, seine Wiederwahl mit einer Erhöhung der Sozialhilfe zu sichern, hoffen Wirtschaft und Marktteilnehmer auf eine konservative Wende.
Der Luftfahrtzulieferer kann von der Rückrufkrise seines Partners Pratt & Whitney profitieren und erhöht überraschend die Gewinnprognose für 2024. Der Schub im Ersatzteil- und Wartungsgeschäft dürfte über Jahre andauern. Der Investorentag im November könnte dem Kurs weiteren Schwung verleihen.
Westliche Länder zeigen massive Spaltungstendenzen und ein Anwachsen der politischen Ränder. Geopolitisch stehen die Zeichen auf zunehmender Konfrontation und Ablehnung globaler Ordnungsprinzipien. Weltwirtschaftlich verstärkt sich der Trend zur bipolaren Blockbildung. Vieles erinnert an die radikalen Umbrüche vor rund hundert Jahren.
Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Konjunktur durch die jüngsten Zinssenkungen und Rezessionsängsten. Die vierteljährlich von The Market befragten Anlageprofis setzen auf eine langsam einsetzende Erholung.
Während das Gros der Börsen in der abgelaufenen Woche Kursavancen verzeichnete, erlitten chinesische Aktien einen Dämpfer. Das The Market Risk Barometer verharrt im neutralen Bereich.
Aktionäre von Schweiter Technologies hatten in den letzten Jahren wenig zu lachen. Doch kürzlich konnte der Schweizer Spezialist für Verbundwerkstoffe am Kapitalmarkttag Analysten und Investoren überzeugen. Warum die Trendwende bevorstehen könnte.
Die Zinsen für langfristige US-Staatsanleihen dürften wegen der hohen Verschuldung steigen. Darüber sind sich Ann-Katrin Petersen von Blackrock, Anja Mikus vom deutschen Staatsfonds Kenfo und Stefan Rehder von Value Intelligence Advisors bei der Podiumsdiskussion von The Market einig.
Seit Jahren verdient der Hersteller von Stromzählern nur in den USA und in Japan Geld. Verschiebungen im Aktionariat könnten der Katalysator für überfällige Anpassungen sein. Landis + Gyr braucht eine Neuorientierung.
Zwei Drittel des Gewinns stammen inzwischen aus den USA, wo die Deutschen die Konkurrenz deklassiert haben. Sie stehen nicht nur beim Börsenwert der US-Tochter vorn, sondern auch bei der Profitabilität. Die soeben verkündeten Ziele bis 2027 und die moderate Bewertung machen die Aktien zum Kauf.
Durch die Rally seit September schloss der lange zurückliegende Hongkonger Hang Seng für 2024 kurzzeitig zum MSCI World auf und hält immer noch mehr als 25% Jahresgewinn. Technologieaktien wie Tencent, Alibaba und allen voran Meituan schafften noch viel höhere Kurssteigerungen.
Die Grossübernahme von DB Schenker durch DSV bringt die Logistikbranche in Bewegung. Kühne + Nagel will der künftigen Nummer eins nun Kunden und Mitarbeiter abwerben. Das gelang schon einmal im Fall von Panalpina.